Defibrillator

Defibrillator am Feuerwehrhaus Thannberg installiert.

In Thannberg steht ab sofort ein „Defi“ bereit. Installiert wurde der von außen jederzeit zugängliche „Defi“ am Thannberger Feuerwehrhaus. Durch die großzügigen Spenden von der Bürgerstiftung der Gemeinde und dem Frauenbund Thannberg sowie durch die Unterstützung durch das BRK-FRG (Bayerisches Rotes Kreuz) wurde die Anschaffung und Installation des Schockgebers realisiert.

„An dieser Stelle ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Spender, die die Anschaffung eines Defibrillators für Thannberg ermöglicht haben!“

Als spendable „Nikoläuse“ erwies sich die Vorstandschaft des Frauenbundes Thannberg, die an Bürgermeister Martin Behringer eine Spende von 500 Euro für einen „Defi“ in Thannberg überreichten.

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Der plötzliche Herztod ist die häufigste außerklinische Todesursache in Deutschland, berichtet das BRK auf seiner Infoseite im Internet. Täglich sterben 350 Menschen aus allen Altersgruppen am plötzlichen Herzversagen. Meist geht dem Herztod ein sogenanntes Kammerflimmern voraus. Hierbei zuckt das Herz völlig unkontrolliert und unkoordiniert, ohne daß Blut und somit der lebensnotwendige Sauerstoff zu den Organen gepumpt wird. Ohne Wiederbelebungsmaßnahmen ist bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nicht selten bereits der Herzstillstand eingetreten. Im Rahmen der Wiederbelebung ist bei Kammerflimmern die Behandlung mit einem gezielten Elektroschock die einzig wirksame Methode, um das Herz wieder in den richtigen Takt zu bringen. Es gilt das Prinzip: Je früher, desto besser. Jede Minute ohne wirksame Wiederbelebung reduziert die Überlebenschance um 10%. Dem Patienten droht ohne Sofortmaßnahmen eine schwere Hirnschädigung und schlimmsten Falls der Tod. Herzversagen kann jeden treffen – überall. Von daher ist eine Breitenausbildung der Bevölkerung in Herz-Lungen-Wiederbelebung bei gleichzeitiger lokaler Bereitstellung von sogenannten Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) notwendig, um die Überlebenschancen bei Herzversagen zu verbessern. War bis in die 1990er-Jahre vor Auslösen des Elektroschocks erst noch die Diagnose eines Arztes von Nöten, übernehmen heutzutage die AED die Herzrhythmus-Analyse am Patienten und lassen den Stromschlag ausschließlich bei Bedarf zu. Dadurch ist schnelles Ersthelfer-Eingreifen selbst durch medizinische Laien möglich. Der AED erteilt bei Einsatz optisch und per Sprachausgabe eindeutige Bedien- und Verhaltensanweisungen. Keine Scheu vor dem Einsatz des Defibrillators: „Sie können nichts falsch machen, außer das Schockgerät nicht anzuwenden.“, zitierte eine Münchner Tageszeitung den renommierten Kardiologen Prof. Karl Theissen. Das BRK klärt auf: „Die Bedienung eines AED ist schneller und einfacher zu erlernen als die Bedienung eines neu gekauften Fernsehgeräts.“

(Quelle: Gemeinde Thurmansbang)

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